Wind/Luft heraussen…

… Faden gerissen, es gibt sicher noch viele andere Begriffe. Kurz gesagt, es freut mich im Moment nicht zu segeln. Ich weiss nicht genau warum, ich weiss nur, im Moment habe ich keine Lust. Ich will es nicht aufs Wetter schieben, das war/ist vielleicht der Ausschlag aber nicht der Grund. Ich mag jetzt einfach nicht herumsegeln – Punkt.

Und da ich die freie Wahl habe, höre ich zumindest für den Moment auf. Ich kann so viel anderes machen, was mir im Moment mehr Freude bereitet.

Freitag Morgen, es wird heute sicher schöner .

Mit Renate in der Früh gesprochen, Morgentoilette, ein wenig die Sachen verstaut, die kann ich hier ein paar Tage deponiert lassen. Dann das obligate Frühstück, hinunter am Steg und den Entschluss gefasst über den Hügel zu gehen – für „gesunde“ kein Problem, ich musste es langsam angehen und 1 mal kurz zum „Luftbekommen“ rasten.

Blick auf die andere Seite von der „Halbinsel“ der Insel 🙂

Es ist den ganzen Tag trüb, schwimme zum Boot und hole das Segelgewand, das will ich nicht auch an Boot lassen.

So um 14 Uhr auf meinen üblichen Cappuccino

ins Lokal in der Nähe vom Wasser – etwas Bewegung. Es töpfelt jetzt auch noch – aber nicht sehr ergiebig. Nachher wieder am Zimmer angefangen alles zu komprimieren was ich in den Rucksack für die Reise morgen nach Österreich brauche.

Vor dem Abendessen noch die 5 Säcke hinuntergetragen und in einem Kammerl deponiert.

Zum Abendessen ein Pljeskavica mit Rotwein konsumiert. Die Rechnung von den 6 Tagen beglichen…550 kn.

Und noch die Abendstimmung vom Lokal in die Bucht.

Werde dann noch mal hinuntergehen.

Kurz lässt sich die Sonne an gegenüberliegenden Ufer blicken

Morgen soll mich um 6 Uhr die Belgierin nach Rab Stadt bringen. Hoffe, dass alles klappt.

30.06.

Bin natürlich schon um 5 Uhr wach geworden. Morgentoilette erledigt, die letzten Sachen in den Rucksack gepackt und nochmal zum Boot geschwommen, da ich den Schlüsselanhänger mit dem Schlüssel zum Aussenborderschloss gestern am Boot vergessen habe.

Vor 6 Uhr hat es an der Türe geklopft und ich wurde schon erwartet. Die Fahrt war ca. 15 Minuten und sie setzte mich mit einem Lunchpaket in der Nähe vom Fähranleger ab. Renate noch angerufen als der Katamaran in Sicht kam.

Die Fähre legte an

Ich zeigte das Handy vor (elektr. Ticket) und suchte mir einen Platz.

Die besten Zeiten sind scheinbar auch schon vorbei…ein wenig „abgewohnt“..Ist ja auch so was wie ein Öffi. Eigentlich waren viele Leute an Bord.

Zu meinem Glück gab es eine kleine Bar, so kam ich zu meinem ersten Morgenkaffee 🙂 .

Unterwegs zwischen den Inseln Cres und Plavnik um 07:45 mit 25 kn.

Zu Fuss von der Anlegestelle

Hafenkapitän in Rijeka..bekannt?? …. zumindest für einige, die das kroatische Küstenpatent abgelegt haben 🙂

Der Markt ist auch schon voll im Gange

in Rijeka zum Busterminal gegangen…ziemlich schwer der Rucksack. Dort einen Platz gefunden zum niederwerfen und das Lunchpaket aufzuessen begonnen. 2 Wurstbrote, ein Fruchtjoghurt ein Ei und einen Apfel. Viel los am Busbahnhof.

Der Bus kam pünktlich und wurde halb voll…dann nach Opatia

In der Ferne sieht man, dass es auch heute wieder bewölkt ist.

Bei der Mautstelle war in beiden Richtungen ein Stau von 1-2 km. Der Bus fuhr am Pannenstteifen vor.

Nächster Halt Triest, sie fuhren dieselbe Route die ich schon vorher mit dem Anhänger fuhr, ich hatte da die Richtung gut gewählt.

Udine noch einen Halt mit Ein/Aussteigern und dann das Kanaltal hinauf, da bin ich ein wenig eingedöst – klar, Autobahn macht müde, da es eintönig ist. So hing ich meinen Gedanken nach, wie ich die Lola nach Hause bringe.

Kurz vor Villach fährt der Buschauffeur noch in die 3 Länderrast -für mich ist dieser Halt unnötig, da so kurz vor meiner Ausstiegsstelle. Es gäbe nach Villach eine andere Raststation, die bis zur Endstelle München sich anböte. Kann ich nichts dagegen machen. In einer 1/2 Stunde geht es weiter, zum Villacher Bahnhof. Dort wartet schon Renate mit dem Auto auf mich.

Endlich kann ich meine Frau wieder umarmen :-). Sie geht mit mir auf einen Kaffee in ein nahes Geschäft. Wir entschliessen uns noch zum Falle zu fahren und dort einen Kocher und eine Kaffeemaschine zu kaufen, da der Kaffee im ihrer Kuranstalt sehr teuer ist. In 2 Wochen ist der Kaufpreis herein „gekocht“. Beim Billa nebenan noch einen gemahlenen Kaffee gekauft, sonst hilft auch die Maschine nicht ;-).

In Althofen waren wir dann kurz vor 18 Uhr, damit Renate noch ihr Abendessen bekommt.

Ich bin noch bis Montag früh in Althofen geblieben, war mit Renate in der näheren Umgebung spazieren. Geschlafen im Auto – es geht ganz gut 🙂 .

Montag in der Früh bekam ich von Renate noch einen Kaffee geliefert, danach Aufbruch nach Grado, den Anhänger für die Lola holen.

Ich entschied mich für die Bundesstrasse in Italien  – mir gefällt das Kanaltal auf der Bundesstrasse besser, ist billiger und seit es die Autostrada gibt, ist auch fast kein Verkehr auf dieser Route. Zu Mittag in der Marina eingetroffen. Im Marinarestaurant noch einen Cappuccino genossen, dann den Anhänger abgeholt und durch Slowenien über Rijeka nach Kroatien unterwegs.

An der Slowenisch Kroatischen Grenze wie schon vor ein paar Tagen der übliche Stau, der durch die überaus genauen Grenzkontrollen verursacht ist.

Die Slowenen wollen besonders gründlich sein, vor allem, da die im Moment mit den Kroaten ein wenig unzufrieden sind. Ja, die Grenzen sind das Problem. Kroatien hält sich nicht an die Vereinbarung mit der Bucht von Piran, also wird kontrolliert, dass es eine Freude ist – auch auf dem Seeweg.

Ich finde es schade, dass es so ist. Schuld ist auch die Hetzerei mit den „Flüchtlingen“, die es im Moment nur einzeln gibt. Aber mit der Angst lässt sich ein gutes Geschäft machen. Danke auch unserer Regierung, wobei unserem lustigen Bundeskanzler nichts anderes in Interviews einfällt als die Migranten und Flüchtlinge – da freut sich der Österreicher, dass wir SOOoooo gut beschützt werden, vor wem? Leider nicht vor der rechten FPÖ, da wir auch Burschenschaftler jetzt in der Regierung haben – traurig schaut es aus – leider ist die Alternative in Ö nicht so richtig sichtbar – wir haben keine Linke!

Das Land Kroatien ist ja sehr schön, was die Einwohner leider machen ist, sie erhöhen die Preise auf Mitteleuropäisches Niveau, vergessen aber dabei, dass dass die Einheimischen viel weniger verdienen, also wird ein wenig bei der Preisgestaltung übertrieben. Ein wenig kommt mir vor, dass auch die Freundlichkeit auf der Strecke geblieben ist. Meine Zimmerwirte sind eine angenehme Ausnahme, habe auch auf dem Rückweg zur Lola nicht immer die Freundlichkeit gesehen.

Von Rijeka geht es die Küstenstrasse entlang – für mein Gefühl zieht es sich. Immer wieder ein Langsamerer als ich mit dem Hänger hinten dran, auf den ich auflaufe. Ich will wenn es geht zeitig auf Rab ankommen, da kann ich vielleicht noch die Lola auf den Hänger kranen lassen. Senj hinter mir, es ist kurvig 🙂 . Ich kann nur langsamer fahren, habe den Anhänger hinten dran.

Früher war die Fährstation in Jablanac, jetzt ist die Verladestation ein wenig näher in Stinica. Fahre hinunter ans Meer zur Fährstation. Der Parkplatz ist halb voll und ich löse ein Ticket – billig ist anders, klar bin ja sehr lange mit dem Anhänger.

Das Fährticket wird mir abgenommen und ich soll rauffahren – nein, doch nicht, auf halbem Weg soll ich zurück schieben. Andere Autos kommen vorher auf die Fähre. Ich glaube schon, dass ich nicht mit kann/darf, darf dann aber doch ziemlich zum Schluss noch auf die Fähre. Jetzt will noch ein Einweiser das Ticket. Das hat aber ein Anderer schon vorher kassiert. Kurze Diskussion und ich bin auf der Fähre. Kurz danach legen wir ab und in einer 1/4 Stunde legen wir schon auf Rab an. Noch die Insel entlang in Richtung Rab Stadt. Gefühlt eine Ewigkeit bis ich Rab Stadt erreiche. Noch ein paar km bis zum Kran, wo ich fragen will, ob es sich noch heute ausgeht. Kurz vor 1/2 6 komme ich zum Kran. Schnell aussteigen, den Verantwortlichen finden, frage ob es sich heute noch ausgeht, dass ich mein Boot rauskranen kann. Aussage: bis 18 Uhr geht’s und ich soll schnell „raufgehen“ (2 Buchten weiter) – das geht sich bei mir nie aus. Hänge den Anhänger ab und fahre hinauf bis zur Lola. Jetzt schnell die Badehose an, ins Wasser zur Lola. Die 3 fachen Festmacher lösen, klar, ein Knoten geht nicht gleich auf – habe es eilig, darum umso unangenehmer. Geschafft. Motor springt beim 2. mal an und los zum Kran mit viel Gas – komme drauf, dass die Schraube für die Lola zu steil ist und deshalb der Motor nicht mehr als Halbgas annimmt. Um 18 Uhr komme ich gerade noch zum Kran – jetzt noch den Mast legen, da der Kran sonst die Lola nicht in die Gurten bringt. Egal in einer 1/4 Stunde liegt der Mast und die Lola wird auf den Hänger eingepasst. Mit einem Traktor wird die Lola auf die Seite gestellt, ich gehe jetzt zurück zum Auto, hole es, stelle es daneben und räume die Lola aus und die meisten Sachen ins Auto ein. Gurten um die Lola und um die Persenning, damit es nicht so wild flattert.

Nach 19:30 Uhr bin ich fertig und fahre zu meinen ehemaligen Zimmerwirt auf ein Abendessen und um meine deponierten wasserdichten Säcke abzuholen.

Abendessen – ein Pljeskavica mit Käse 🙂 . Die Säcke bekomme ich auch gleich und der Wirt sagt, dass ich mich mit dem Auto ruhig unter die „Garagen“ stellen kann, denn ich schlafe im Auto.

Eigentlich habe ich vor, dass ich mir in der Früh noch einen Cappucino im Restaurant gönne. wache aber schon um 6 Uhr auf, kann nicht mehr einschlafen, also breche ich um 7 Uhr auf. Wenig Verkehr in meine Richtung, so erreiche ich die Fähre relativ schnell. Ticket lösen und auf die Verladung warten, Kontrolle der Vergurtung ist bei dieser Gelegenheit obligat.

Ich habe in der Nacht beschlossen, diesmal über Kroatien direkt zu fahren, also bis Senj und dort bis zur Autobahn über Zagreb = durchs Landesinnere.

Kurz vor Senj bleibe ich auf einen Cappuccino bei einer einsamen Hütte stehen und geniesse die ersten Sonnenstrahlen, vorher war es komplett bewölkt. Kontrolle der Vergurtung und weiter geht es.

Ab Senj geht es nicht direkt auf die Autobahn, sondern noch ca. 30 km das Gebirge hinauf. Mit dem Boot hinten geht es relativ gemächlich dahin. Auf der Autobahn gemütlich mit 100 km/h dahin. Kurz vor Zagreb bemerke ich ein Rumpeln – kommend vom Anhänger- Glaube im ersten Moment an ein defektes Radlager, das fühlt sich genauso an. Zum Glück kommt gleich eine Raststation, die ich anfahre. Im Rückspiegel sehe ich beim „Zufahren“ (da sieht man den Anhänger direkt, vorher ist er vom Auto verdeckt), dass das linke Rad dahineiert. Aussteigen – und ich sehe die Bescherung –  das Rad hängt nur mehr an einer halb eingedrehten Radschraube. Glück, dass nicht die letzte Schraube auch weg war, denn das rad wäre sicher auf der Autobahn dahingerollt und hätte vielleicht einen Riesenschaden anrichten können – wer weiss wohin das Rad weiterrollt?

Was jetzt? Gedanken rasen durch den Kopf – Pannendienst? Wie komme ich weiter? Was kann ich machen? Idee: von der anderen Seite (rechts sind noch alle dran!!!) ein paar Radschrauben rausdrehen und auf der linken Seite einschrauben. Also Stecknuss raus und 2 Schrauben rechts rausdrehen. Die eine Schraube links ist nicht vernudelt – Glück gehabt, also hineinschrauben. ein wenig nach vor und die 2. Schraube geht jetzt auch in das Schraubenloch, vorher war es versetzt und wäre nur mit einem Wagenheber zurechtzudrehen. Die 3. Schraube genauso eingedreht. Die rechte Seite nochmal kontrolliert  – hier sind alle Schrauben fest gewesen. Konnte mir nicht erklären, wie ich die Schrauben verlieren konnte, da ich in Wien noch bei der Luftdruckkontrolle die Schrauben kontrollierte. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass ein Witzbold die Schrauben gelockert hatte, als ich den Anhänger allein beim Kran über Nacht abgestellt hatte.

Zurück zur Heimreise: Ich kontrollierte „jeden Parkplatz“ bis Österreich und bei jeder Mautstelle die Radschrauben – alles bombenfest.

Auf einer Mautstelle bei einer meiner Kontrollen frage ich einen Grazer mit einem Wohnwagengespann, ob er zufällig überschüssige Schrauben mithabe – das tat ich eigentlich nur zur Beruhigung, da er eine Rast hier einlegte und mir zusah, wie ich mit der Ratsche (Radmutternschlüssel) wieder meine Räder kontrollierte. Er sagte, dass es gleich nach Spielfeld in Österreich einen „Altwarentandler“ auf der Bundesstrasse gebe, dort soll ich nachfragen. Bedankte mich und fuhr weiter 😉 .

Komischer Zufall: Während meiner Weiterfahrt fiel mir ein, dass mir in der Nacht davor einfiel, dass mir früher mal ein Freund erzählte, dass er im damaligen Jugoslawien beim Ohridsee (heutiges Mazedonien) ein Rad verlor, ihn überholte,  dann einen Abhang hinuntergerollt ist und sie es suchen mussten. Abhilfe danach … auch Radbolzen von der anderen Seite!!! … dies fiel mir bei meiner Fahrt auch wieder ein – ein Ohmen ? …, zumindest ein komischer Zufall.

In Österreich die angegebene Adresse gesucht, gefunden – ein riesiger „Schrottplatz“ für alles was mit Eisen zu tun hat. Einem freundlichen Angestellten schilderte ich mein Problem und er sagte, dass er hinten eine Tonne mit diversen Radschrauben hätte, dort würde ich schon was passendes finden. Nach einem Fehlversuch beim „Finden der Tonne“ nahm ich ein paar Schrauben zum testen mit – klar, gerade diese passten nicht – also klüger … eine Schraube herausdrehen und mit dem „Muster“ zurück zur Tonne. Dort fündig geworden – zwar längere Schrauben – hineingedreht, kontrolliert, ob die nirgends ansteht oder schleift – passt. Jetzt hatte ich wieder alle Schrauben und die Felgen waren sicher befestigt. Auf die Frage was ich schuldig sei, die Antwort: Bei einem Glas Rotwein, wenn ich am Meer sitze an ihn denken – das mache ich nur zu gerne.

Heimreise nach Breitenfurt ohne weitere Besonderheiten, ausser, dass der Verkehr kurz vor Wien sehr dicht war. In Bft eingeparkt und am nächstenTag die Lola mit Hilfe vom Nachbar 🙂 in den Garten geschoben – dort steht sie jetzt und ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist.

Im Garten nochmal die Schrauben kontrolliert – alles fest!!! Selbst wenn eine locker wäre, hätte ich nur die eine verloren – nicht fast alle!

 

 

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